- Mehrere Regierungen haben DeepSeek aufgrund von Sicherheits- und Datenmanagementrisiken blockiert und Maßnahmen im Pentagon eingeleitet.
- Italienische und europäische Behörden prangerten mangelnde Transparenz und mögliche Verstöße gegen die DSGVO an, ordneten Sperrungen an und forderten Informationen an.
- Südkorea, Australien und andere Länder haben die Verwendung in Ministerien und offiziellen Geräten aufgrund des Risikos von Datenlecks eingeschränkt oder verboten.
- OpenAI hat ChatGPT Gov als sichere Alternative für Behörden auf den Markt gebracht, während DeepSeek bei Einzelnutzern weiterhin beliebt ist; seine Zukunft bleibt ungewiss.

DeepSeek, die chinesische Open-Source-KI, hat in mehreren Ländern eine Kettenreaktion ausgelöst , die zu Einschränkungen und Sperrungen durch staatliche Institutionen geführt hat. Ihre Nutzung wurde von verschiedenen Sicherheits- und Verteidigungsbehörden aufgrund wachsender Bedenken hinsichtlich Datenmanagement und potenzieller nationaler Sicherheitsrisiken verboten.
Die Vereinigten Staaten haben bei der Verhängung von Beschränkungen eine Vorreiterrolle eingenommen . Das Pentagon blockierte den Zugang zu DeepSeek, nachdem festgestellt worden war, dass Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums die Plattform nutzten, indem sie sich mit chinesischen Servern verbanden. Auch die Marine und die Luftwaffe verhängten strenge Nutzungsverbote.
Globale Ausweitung der Blockade
Neben den USA haben auch andere Regierungen diesem Beispiel gefolgt . Italien war eines der ersten Länder, das DeepSeek verbot, da es an Transparenz bei der Erhebung personenbezogener Daten mangelte und gegen europäische Datenschutzbestimmungen verstieß. Die italienische Datenschutzbehörde ordnete nach unzureichenden Stellungnahmen des chinesischen Unternehmens die sofortige Sperrung an.
Im US-Kongress haben Abgeordnete einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Einsatz von DeepSeek auf Regierungsgeräten verbieten soll . Sie argumentieren, die KI stelle eine potenzielle Bedrohung dar. Untersuchungen zufolge sammelt die Plattform möglicherweise sensible Daten und leitet diese an Stellen mit Verbindungen zur chinesischen Regierung weiter.
Andere Länder in Alarmbereitschaft

Die Blockade beschränkt sich nicht auf Amerika und Europa . In Asien hat Südkorea den Zugang zu DeepSeek in mehreren Ministerien eingeschränkt, darunter im Verteidigungs-, Handels- und Finanzministerium. Die südkoreanischen Behörden argumentieren, dass das in China befindliche Datenspeichersystem von DeepSeek ein Risiko für die Weitergabe vertraulicher Informationen darstellen könnte.
In Australien hat die Regierung die Nutzung von DeepSeek auf offiziellen Geräten aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit vollständig verboten. Alle Regierungsbehörden wurden angewiesen, die Anwendung von ihren Systemen zu entfernen und deren zukünftige Installation zu verhindern.
Die Niederlande haben vor den Risiken der Eingabe persönlicher Daten in DeepSeek gewarnt und die Bürger zur Vorsicht aufgefordert. Irland und Belgien haben das chinesische Unternehmen um Informationen gebeten, um zu erfahren, wie die Daten europäischer Benutzer verwaltet und gespeichert werden.
Alternativen und Zukunft
Als Reaktion auf die zunehmende Verbreitung von DeepSeek hat OpenAI eine Alternative für Regierungsbehörden entwickelt, die eine sicherere Option für staatliche Stellen bietet. ChatGPT.gov wurde mit verbesserten Sicherheitsmaßnahmen und KI-Parametern entwickelt , um die strategischen Informationen von Regierungen und öffentlichen Einrichtungen zu schützen.
Trotz der Einschränkungen erfreut sich DeepSeek weiterhin wachsender Beliebtheit bei Einzelnutzern und zeichnet sich durch seine fortschrittlichen Fähigkeiten zur Verarbeitung natürlicher Sprache sowie den im Vergleich zu anderen KI-Systemen günstigeren Zugang aus . Die damit einhergehende staatliche Überwachung und Datensammlung sorgt jedoch weiterhin für Kontroversen.
Die anhaltenden Verbote und Ermittlungen verdeutlichen, wie digitale Sicherheit und künstliche Intelligenz zu einem strategischen Schlachtfeld geworden sind. Da zahlreiche Regierungen ihre Richtlinien zum Einsatz ausländischer KI überdenken, bleibt die Zukunft von DeepSeek ungewiss . Die Einschränkungen werden stetig ausgeweitet, und es ist wahrscheinlich, dass andere Länder in den kommenden Monaten ähnliche Maßnahmen ergreifen werden.